KI im Webdesign: Was ich mit künstlicher Intelligenz mache und was nicht
Ich werde in letzter Zeit häufig gefragt, ob ich KI für meine Arbeit nutze. Die ehrliche Antwort ist: ja, an bestimmten Stellen. Aber die Antwort auf die Folgefrage, ob KI meine Arbeit macht, lautet nein. Der Unterschied ist wichtig, und ich möchte ihn transparent erklären, weil er direkte Auswirkungen darauf hat, was meine Kunden von mir bekommen.
Wo KI mir tatsächlich hilft
Es gibt Aufgaben im Entwicklungsalltag, bei denen KI-Unterstützung sinnvoll ist und die Ergebnisse verbessert. Wenn ich repetitiven Code schreibe, etwa die Grundstruktur einer neuen Komponente, kann ein KI-Tool einen ersten Entwurf liefern, den ich dann anpasse und optimiere. Wenn ich einen technischen Fehler debugge und nicht sofort auf die Ursache komme, ist ein KI-gestützter Assistent manchmal schneller als eine stundenlange manuelle Suche. Das sind Werkzeuge, die mir Zeit sparen, ohne die Qualität zu senken.
Was KI nicht kann und nie ersetzen wird
Design ist keine Aufgabe, die sich automatisieren lässt, jedenfalls nicht auf dem Niveau, das ich meinen Kunden verspreche. Eine Website, die wirklich zu einem Unternehmen passt, entsteht durch Verstehen: Was macht dieses Unternehmen aus? Wie soll es wirken? Wer sind die Menschen, die es ansprechen will? Diese Fragen lassen sich nicht in ein Eingabefeld tippen und automatisiert beantworten. Das Ergebnis wäre generisch, und generisch ist das Gegenteil von dem, was ich baue.
Texte: Meine Haltung dazu
Für die Website-Texte meiner Kunden nutze ich keine KI. Die Texte entstehen im Dialog: Ich stelle Fragen, höre zu, schreibe und passe an. Das Ergebnis klingt nach dem Unternehmen, nicht nach einem Sprachmodell. Für meinen eigenen Blog sieht es ähnlich aus: Ich schreibe selbst, weil ich eine eigene Perspektive habe, die ich teilen will. KI-generierte Texte erkennt man oft daran, dass sie allgemein bleiben. Ich will das Gegenteil: konkret, persönlich, mit echtem Standpunkt.
KI-Berater als Produkt: ein ehrlicher Einblick
Ich habe selbst ein KI-gestütztes Tool entwickelt, das Dokumente analysiert und erklärt. Der KI-Berater auf meiner Website nutzt ein Sprachmodell, um Behördenpost, Arztbriefe oder Verträge in verständliche Sprache zu übersetzen. Das ist eine sinnvolle Anwendung, weil das Modell hier eine klar definierte Aufgabe hat und die Qualität der Ausgabe überprüfbar ist. Der Unterschied zum blinden Einsatz von KI liegt in der Kontrolle: Ich weiß, was das Modell tut, ich habe es auf den Anwendungsfall zugeschnitten, und ich bin transparent darüber.